Sonntag, 21. Juni 2026

Meine Haltung

Michael Leinenbach

Diplom-Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Sozialplaner und Publizist. Ich verfüge über langjährige Erfahrungen aus der Tätigkeit in der Kommunalverwaltung der Kreisstadt Saarlouis sowie über berufliches, gewerkschaftliches und berufspolitisches Engagement, unter anderem als ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH).

Im Rahmen meiner beruflichen und verbandlichen Tätigkeiten wird die Soziale Arbeit als eigenständige Profession mit einer ethisch begründeten Orientierung beschrieben, die eine Trennung zwischen sozialarbeiterischem Handeln und ordnungspolitischen Maßnahmen (z. B. Abschiebungen im Verwaltungskontext) thematisiert. Dabei werden berufsethische Prinzipien wie Menschenwürde, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, Respekt sowie Schweigepflicht hervorgehoben.


Berufliche Historie und Werdegang

  • Studium
    Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit in Saarbrücken.
  • Berufseinstieg
    Seit 1991 durchgehend tätig als Diplom-Sozialarbeiter und Sozialpädagoge.
  • Stadtverwaltung Saarlouis
    Tätigkeit zunächst in der kommunalen Jugendpflege sowie als Abteilungsleitung im Bereich Familie und Soziales.
  • Stabsstelle Sozialplanung
    Übernahme der Funktion als Sozialplaner der Kreisstadt Saarlouis. Zu den Aufgaben gehört insbesondere die Steuerung der kommunalen Sozialberichterstattung.
  • Lehrtätigkeit und wissenschaftsbezogene Tätigkeiten
    Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Mitwirkung als Gutachter in Akkreditierungsverfahren von Studiengängen.

Aktuelle berufliche Funktion und lokale Verankerung

  • Sozialplanung Saarlouis
    Leitung der Stabsstelle Sozialplanung der Kreisstadt Saarlouis.
  • Arbeitsschwerpunkte
    Koordination der lokalen Sozialberichterstattung sowie Entwicklung von Konzepten zur sozialen Teilhabe. Leitung und Koordination des Familienbündnisses Saarlouis, Fairtrade, Eine Welt und Nachhaltigkeit
  • Thematische Schwerpunkte
    Bearbeitung sozialpolitischer Themen, unter anderem zur medizinischen Versorgung sowie zur Mobilität im ländlichen Raum für Personen ohne Krankenversicherung.

Berufliches und verbandliches Engagement

  • DBSH-Bundesvorsitz
    Tätigkeit als Bundesvorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH). Dabei Mitwirkung an berufspolitischen Fragestellungen, insbesondere zu Tarif- und Ausbildungsfragen im Feld der Sozialen Arbeit.
  • VPSA e.V.
    Engagement in der Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e.V. (VPSA) zur Förderung der Professionalisierung der Sozialen Arbeit im deutschsprachigen Raum.
  • Lokale Funktionen
    Übernahme von Vorstands- und Beiratsfunktionen, unter anderem bei der Kinder- und Jugendfarm Saarlouis e.V.

Zentrale ehrenamtliche Funktionen

  • Saarländische Armutskonferenz (SAK)
    Seit November 2021 Vorsitz der SAK. Tätigkeit im Rahmen der Interessenvertretung für soziale Teilhabe und Verbesserung der Versorgungssituation benachteiligter Personengruppen.
  • Berufsverbandliche Arbeit (DBSH / VPSA)
    Beteiligung an berufspolitischen Prozessen im VPSA e.V. sowie frühere langjährige Funktionen im DBSH, unter anderem in Vorständen und Tarifkommissionen.
    • Bundesvorsitz im DBSH: Vertretung berufspolitischer Interessen auf Bundesebene sowie Mitwirkung an der Weiterentwicklung der Profession.
    • VPSA: Engagement zur Stärkung wissenschaftlicher und praktischer Grundlagen der Sozialen Arbeit.

Kommunales Engagement

Als in Roden geborene Person erfolgt Engagement in verschiedenen lokalen Vereinen und Initiativen in Saarlouis.

  • Kult Saarlouis e.V.
    Verein zur Förderung und Durchführung künstlerischer, kultureller und kreativer Angebote. Schwerpunkt auf aktivem Erleben von Projekten durch Teilnehmende.
  • Kinder- und Jugendfarm Saarlouis e.V.
    Seit 2010 Tätigkeit als zweiter Vorsitzender. Der Verein bietet Angebote im Bereich Natur-, Umwelt- und Tierpädagogik. Der Verein wurde unter anderem mit einem Bürgerpreis für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.
  • Familienbündnis Saarlouis & Faire Stadt Saarlouis & Eine Welt & Nachhaltigkeit
    Leitung und Koordination der lokalen Bündnisarbeit seit 2006 (Familienbündnis) sowie seit 2009 im Bereich Fair-Trade/„Faire Stadt“. Ziel ist die Verbesserung von Lebensbedingungen für Familien im kommunalen Umfeld.

Fachliche Grundorientierungen (Haltung)

  • Akademische Professionalisierung
    Bezug auf die Bedeutung einer akademischen Ausbildung auf Master-Niveau zur Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit als Profession.
  • Praxisbezug und Qualifizierung
    Thematisierung der Aufwertung des Lernortes Praxis durch verbindliche Kompetenzrahmen.
  • Gemeinwesenorientierung
    Fokus auf sozialräumliche und gemeinwesenbezogene Ansätze zusätzlich zur Einzelfallarbeit; Gruppenarbeit sowie politische Quartiersarbeit
  • Hilfe zur Selbsthilfe
    Orientierung an der Förderung von Selbstständigkeit, Teilhabe und Autonomie von Adressat*innen.
  • Politische Dimension der Sozialen Arbeit
    Soziale Arbeit wird als berufliches Feld beschrieben, das auch gesellschaftliche Veränderungen thematisiert und an politischen Diskursen teilnimmt.

Inhaltliche Schwerpunkte im bürgerschaftlichen Engagement

  • Soziale Gerechtigkeit
    Thematisierung von Armut und sozialer Ausgrenzung u.a. im Saarland.
  • Intergenerationelle Ansätze
    Förderung von Begegnungs- und Unterstützungsstrukturen zwischen verschiedenen Altersgruppen.
  • Gesundheitliche Versorgung
    Thematisierung von Versorgungslücken insbesondere für nicht krankenversicherte Personen sowie für mobilitätseingeschränkte Personen im ländlichen Raum.
  • Nachhaltigkeit und Klimaanpassung
    Thematisierung von Versorgungslücken im Rahmen der Nachhaltigkeit und Klimaanpassung 

Arbeit zur Historie der Sozialen Arbeit

  • Historisches Archiv DBSH
    Beteiligung am Aufbau eines Archivs zur Dokumentation der Profession Soziale Arbeit.
  • Zielsetzung
    Entwicklung einer digitalen Sammlung zur Forschung über Verbandsgeschichte, Professionalisierung und historische Quellen.
  • Quellenarbeit
    Sichtung und Katalogisierung von Protokollen, Beschlüssen, Fachzeitschriften sowie internationalen Archivbeständen (u. a. IFSW Basel).

Engagement gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit

  • Saarländische Armutskonferenz
    Einbringung fachlicher Perspektiven in die Arbeit der SAK mit Bezug auf soziale Teilhabe und Versorgungslagen.
  • Sozialpolitische Positionierungen
    Beteiligung an öffentlichen Debatten, unter anderem zu Sozialleistungen und deren Ausgestaltung.
  • Gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum
    Thematisierung struktureller Versorgungslücken sowie Entwicklung von Lösungsansätzen für nicht versicherte oder eingeschränkt mobile Personen.

Gesellschaftspolitische Positionen

  • Teilhabe und Selbstvertretung
    Förderung der Beteiligung betroffener Personen an Entscheidungs- und Diskussionsprozessen.
  • Medizinische Versorgung und Mobilität
    Forderung nach niedrigschwelligen Angeboten im Gesundheitsbereich im ländlichen Raum.
  • Antidiskriminierung
    Thematisierung von Gleichbehandlung und Antidiskriminierung, unter anderem im Kontext unterschiedlicher Lebensformen.
  • Professions- und Berufsethik
    Kontinuierliche Auseinandersetzung mit berufsethischen Leitlinien der Sozialen Arbeit.

Zentrale ethische Positionen und Aussagen

  • Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession
    Bezug auf Menschenrechte und Menschenwürde als Grundlage professionellen Handelns.
  • Ethik als fortlaufender Prozess
    Berufsethische Leitlinien werden als dynamisch beschrieben und an gesellschaftliche Entwicklungen angepasst.
  • Empathie und Beziehungsarbeit
    Bedeutung von Perspektivübernahme und empathischem Handeln in der Praxis Sozialer Arbeit.
  • Soziale Gerechtigkeit als Ziel
    Orientierung an gleichberechtigter Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen.
  • Politische Professionalität
    Soziale Arbeit wird im Kontext gesellschaftlicher Konflikte und struktureller Bedingungen verortet.
  • Verbindung von Qualifikation und Haltung
    Zusammenhang zwischen akademischer Qualifikation und reflektierter beruflicher Praxis.

Grundsätzliche ethische Orientierung

  • Berufsethische Prinzipien werden als Grundlage professionellen Handelns beschrieben (u. a. im DBSH-Ethik-Kodex, VSOP Ethik usw.)
  • Orientierung an Menschenwürde, Gerechtigkeit, Solidarität und Selbstbestimmung.
  • Aufgabe der Profession wird in der Unterstützung von Teilhabe und der Sichtbarmachung sozialer Ungleichheiten beschrieben.
  • Bedeutung kontinuierlicher Reflexion des eigenen Menschenbildes und beruflichen Handelns.
  • Unterscheidung zwischen sozialarbeiterischer Profession und verwaltungstechnischem Handeln wird thematisiert.
  • Bedeutung von professioneller Rolle in der Flüchtlings- und Sozialarbeit wird im Kontext ethischer Spannungsfelder beschrieben.
  • Bezug auf den Schutz von Klient‘innen und berufliche Schweigepflicht im professionellen Kontext.
  • Thematisierung von Arbeitsbedingungen und Fachkräftesituation im Feld der Sozialen Arbeit.

 

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