Michael Leinenbach
Diplom-Sozialarbeiter,
Sozialpädagoge, Sozialplaner und Publizist. Ich verfüge über langjährige
Erfahrungen aus der Tätigkeit in der Kommunalverwaltung der Kreisstadt
Saarlouis sowie über berufliches, gewerkschaftliches und berufspolitisches
Engagement, unter anderem als ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen
Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH).
Im Rahmen meiner beruflichen und verbandlichen Tätigkeiten wird die Soziale Arbeit als eigenständige Profession mit einer ethisch begründeten Orientierung beschrieben, die eine Trennung zwischen sozialarbeiterischem Handeln und ordnungspolitischen Maßnahmen (z. B. Abschiebungen im Verwaltungskontext) thematisiert. Dabei werden berufsethische Prinzipien wie Menschenwürde, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, Respekt sowie Schweigepflicht hervorgehoben.
Berufliche
Historie und Werdegang
- Studium
Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit in Saarbrücken. - Berufseinstieg
Seit 1991 durchgehend tätig als Diplom-Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. - Stadtverwaltung Saarlouis
Tätigkeit zunächst in der kommunalen Jugendpflege sowie als Abteilungsleitung im Bereich Familie und Soziales. - Stabsstelle Sozialplanung
Übernahme der Funktion als Sozialplaner der Kreisstadt Saarlouis. Zu den Aufgaben gehört insbesondere die Steuerung der kommunalen Sozialberichterstattung. - Lehrtätigkeit und
wissenschaftsbezogene Tätigkeiten
Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Mitwirkung als Gutachter in Akkreditierungsverfahren von Studiengängen.
Aktuelle
berufliche Funktion und lokale Verankerung
- Sozialplanung Saarlouis
Leitung der Stabsstelle Sozialplanung der Kreisstadt Saarlouis. - Arbeitsschwerpunkte
Koordination der lokalen Sozialberichterstattung sowie Entwicklung von Konzepten zur sozialen Teilhabe. Leitung und Koordination des Familienbündnisses Saarlouis, Fairtrade, Eine Welt und Nachhaltigkeit - Thematische Schwerpunkte
Bearbeitung sozialpolitischer Themen, unter anderem zur medizinischen Versorgung sowie zur Mobilität im ländlichen Raum für Personen ohne Krankenversicherung.
Berufliches
und verbandliches Engagement
- DBSH-Bundesvorsitz
Tätigkeit als Bundesvorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH). Dabei Mitwirkung an berufspolitischen Fragestellungen, insbesondere zu Tarif- und Ausbildungsfragen im Feld der Sozialen Arbeit. - VPSA e.V.
Engagement in der Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e.V. (VPSA) zur Förderung der Professionalisierung der Sozialen Arbeit im deutschsprachigen Raum. - Lokale Funktionen
Übernahme von Vorstands- und Beiratsfunktionen, unter anderem bei der Kinder- und Jugendfarm Saarlouis e.V.
Zentrale
ehrenamtliche Funktionen
- Saarländische Armutskonferenz (SAK)
Seit November 2021 Vorsitz der SAK. Tätigkeit im Rahmen der Interessenvertretung für soziale Teilhabe und Verbesserung der Versorgungssituation benachteiligter Personengruppen. - Berufsverbandliche Arbeit (DBSH /
VPSA)
Beteiligung an berufspolitischen Prozessen im VPSA e.V. sowie frühere langjährige Funktionen im DBSH, unter anderem in Vorständen und Tarifkommissionen. - Bundesvorsitz im DBSH: Vertretung berufspolitischer
Interessen auf Bundesebene sowie Mitwirkung an der Weiterentwicklung der
Profession.
- VPSA: Engagement zur Stärkung
wissenschaftlicher und praktischer Grundlagen der Sozialen Arbeit.
Kommunales
Engagement
Als in Roden
geborene Person erfolgt Engagement in verschiedenen lokalen Vereinen und
Initiativen in Saarlouis.
- Kult Saarlouis e.V.
Verein zur Förderung und Durchführung künstlerischer, kultureller und kreativer Angebote. Schwerpunkt auf aktivem Erleben von Projekten durch Teilnehmende. - Kinder- und Jugendfarm Saarlouis
e.V.
Seit 2010 Tätigkeit als zweiter Vorsitzender. Der Verein bietet Angebote im Bereich Natur-, Umwelt- und Tierpädagogik. Der Verein wurde unter anderem mit einem Bürgerpreis für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. - Familienbündnis Saarlouis &
Faire Stadt Saarlouis & Eine Welt & Nachhaltigkeit
Leitung und Koordination der lokalen Bündnisarbeit seit 2006 (Familienbündnis) sowie seit 2009 im Bereich Fair-Trade/„Faire Stadt“. Ziel ist die Verbesserung von Lebensbedingungen für Familien im kommunalen Umfeld.
Fachliche
Grundorientierungen (Haltung)
- Akademische Professionalisierung
Bezug auf die Bedeutung einer akademischen Ausbildung auf Master-Niveau zur Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit als Profession. - Praxisbezug und Qualifizierung
Thematisierung der Aufwertung des Lernortes Praxis durch verbindliche Kompetenzrahmen. - Gemeinwesenorientierung
Fokus auf sozialräumliche und gemeinwesenbezogene Ansätze zusätzlich zur Einzelfallarbeit; Gruppenarbeit sowie politische Quartiersarbeit - Hilfe zur Selbsthilfe
Orientierung an der Förderung von Selbstständigkeit, Teilhabe und Autonomie von Adressat*innen. - Politische Dimension der Sozialen
Arbeit
Soziale Arbeit wird als berufliches Feld beschrieben, das auch gesellschaftliche Veränderungen thematisiert und an politischen Diskursen teilnimmt.
Inhaltliche
Schwerpunkte im bürgerschaftlichen Engagement
- Soziale Gerechtigkeit
Thematisierung von Armut und sozialer Ausgrenzung u.a. im Saarland. - Intergenerationelle Ansätze
Förderung von Begegnungs- und Unterstützungsstrukturen zwischen verschiedenen Altersgruppen. - Gesundheitliche Versorgung
Thematisierung von Versorgungslücken insbesondere für nicht krankenversicherte Personen sowie für mobilitätseingeschränkte Personen im ländlichen Raum. - Nachhaltigkeit und Klimaanpassung
Thematisierung von Versorgungslücken im Rahmen der Nachhaltigkeit und Klimaanpassung
Arbeit zur
Historie der Sozialen Arbeit
- Historisches Archiv DBSH
Beteiligung am Aufbau eines Archivs zur Dokumentation der Profession Soziale Arbeit. - Zielsetzung
Entwicklung einer digitalen Sammlung zur Forschung über Verbandsgeschichte, Professionalisierung und historische Quellen. - Quellenarbeit
Sichtung und Katalogisierung von Protokollen, Beschlüssen, Fachzeitschriften sowie internationalen Archivbeständen (u. a. IFSW Basel).
Engagement
gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit
- Saarländische Armutskonferenz
Einbringung fachlicher Perspektiven in die Arbeit der SAK mit Bezug auf soziale Teilhabe und Versorgungslagen. - Sozialpolitische Positionierungen
Beteiligung an öffentlichen Debatten, unter anderem zu Sozialleistungen und deren Ausgestaltung. - Gesundheitliche Versorgung im
ländlichen Raum
Thematisierung struktureller Versorgungslücken sowie Entwicklung von Lösungsansätzen für nicht versicherte oder eingeschränkt mobile Personen.
Gesellschaftspolitische
Positionen
- Teilhabe und Selbstvertretung
Förderung der Beteiligung betroffener Personen an Entscheidungs- und Diskussionsprozessen. - Medizinische Versorgung und
Mobilität
Forderung nach niedrigschwelligen Angeboten im Gesundheitsbereich im ländlichen Raum. - Antidiskriminierung
Thematisierung von Gleichbehandlung und Antidiskriminierung, unter anderem im Kontext unterschiedlicher Lebensformen. - Professions- und Berufsethik
Kontinuierliche Auseinandersetzung mit berufsethischen Leitlinien der Sozialen Arbeit.
Zentrale
ethische Positionen und Aussagen
- Soziale Arbeit als
Menschenrechtsprofession
Bezug auf Menschenrechte und Menschenwürde als Grundlage professionellen Handelns. - Ethik als fortlaufender Prozess
Berufsethische Leitlinien werden als dynamisch beschrieben und an gesellschaftliche Entwicklungen angepasst. - Empathie und Beziehungsarbeit
Bedeutung von Perspektivübernahme und empathischem Handeln in der Praxis Sozialer Arbeit. - Soziale Gerechtigkeit als Ziel
Orientierung an gleichberechtigter Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen. - Politische Professionalität
Soziale Arbeit wird im Kontext gesellschaftlicher Konflikte und struktureller Bedingungen verortet. - Verbindung von Qualifikation und
Haltung
Zusammenhang zwischen akademischer Qualifikation und reflektierter beruflicher Praxis.
Grundsätzliche
ethische Orientierung
- Berufsethische Prinzipien werden
als Grundlage professionellen Handelns beschrieben (u. a. im
DBSH-Ethik-Kodex, VSOP Ethik usw.)
- Orientierung an Menschenwürde,
Gerechtigkeit, Solidarität und Selbstbestimmung.
- Aufgabe der Profession wird in der
Unterstützung von Teilhabe und der Sichtbarmachung sozialer Ungleichheiten
beschrieben.
- Bedeutung kontinuierlicher
Reflexion des eigenen Menschenbildes und beruflichen Handelns.
- Unterscheidung zwischen
sozialarbeiterischer Profession und verwaltungstechnischem Handeln wird
thematisiert.
- Bedeutung von professioneller Rolle
in der Flüchtlings- und Sozialarbeit wird im Kontext ethischer
Spannungsfelder beschrieben.
- Bezug auf den Schutz von Klient‘innen
und berufliche Schweigepflicht im professionellen Kontext.
- Thematisierung von
Arbeitsbedingungen und Fachkräftesituation im Feld der Sozialen Arbeit.

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