Freitag, 5. April 2013

Wir stehen für Ethik in der Sozialen Arbeit


Die Steuerungsgruppe für den 3. Berufskongress für Soziale Arbeit (bestehend aus Mitgliedern des DBSH sowie den Partnern der ASH) hat in ihrer Sitzung am 22./23.03.13 die Bild- und Wortmarke für den 3. Berufskongress für Soziale Arbeit 2014 entschieden.

Unter dem Motto „Wir stehen für Ethik in der Sozialen Arbeit“ wird der 3. Berufskongress für Soziale Arbeit in der Zeit vom 20. bis 22.03.2014 in der Alice Salmon Hochschule Berlin (ASH) stattfinden. Der Dritte Berufskongress für Soziale Arbeit wird wie seine Vorgänger im gleichen zeitlichen Rhythmus verlaufen.

Aufbauend auf drei verschiedenen Symposien werden unterschiedliche Workshops und Seminare angeboten.

Themenschwerpunkte der Symposien sind:
  • Ethik / Berufsethik (Organisation über Christian Lohwasser und das Ethik – Team des DBSH
  • Ökonomisierung / Bürokratisierung (Organisation über Tobias Zinser und Team des jungen DBSH (JDBSH)

  • Symposium der ASH (Organisation über Svenja Ketelsen, Ansprechpartnerin der ASH für den Berufskongress)

Die genauen Bezeichnungen der Symposien sowie die dazugehörigen Workshops, Anmeldemodalitäten; Zeitabläufe, Kulturprogramme usw. werden wir entsprechend des jeweiligen Planungstandes auf den dafür vorgesehenen Medien des DBSH veröffentlichen:

Auch werden aktuelle Informationen des 3. Berufskongresses für Soziale Arbeit „Wir stehen für Ethik in der Sozialen Arbeit“ weiterhin im Blog veröffentlicht.
 

Dienstag, 2. April 2013

Agenda 2010 – (k)ein Erfolgsprojekt


Stellungnahme von Friedrich Maus
(Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Berufsverbands, Sprecher des Funktionsbereichs Sozial- und Fachpolitik )

Die Lobeshymnen auf die Agenda 2010 zum 10jährigen Bestehen sind verklungen. Vor allem gilt Hartz IV als eine entscheidende Reform innerhalb der Agenda 2010, die Deutschland wirtschaftlich stabilisiert hat, ja, die Deutschland erfolgreich über die Finanz- und Wirtschaftskrise gebracht hat. Verbunden mit der Lockerung des Kündigungsschutzes, der Einführung der Leiharbeit und der Minijobs zusammen mit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe, dem SGB IV sollte die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produkte auf dem Weltmarkt gesichert und mehr Menschen Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkte finden.

Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, viele Arbeitslose haben relative schnell wieder einen Arbeitsplatz gefunden. Die Wirtschaft hat zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Hartz IV hat demnach erheblich dazu beigetragen, Deutschland vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch zu retten.  So loben alle Parteien und die Wirtschaft  die Agenda. Allenfalls will man an „Stellschrauben“ arbeiten. Das System bleibt unangefochten.

„Doch die im Schatten sieht man nicht“ Hartz IV war in der Tat eine Reform, eine Abkehr vom Sozialstaat zum aktivierenden Sozialstaat. Es war mehr als nur eine fiskalische Reform. Die Philosophie des Sozialstaates wurde dem neoliberalen Mainstream angepasst. Der Staat zieht sich aus der Verantwortung für das Soziale zurück. Der freie und selbstbestimmte Bürger, der seine Lebenskrisen selbstständig meistert und die Stärkung der Zivilgesellschaft als Ersatz für gesetzliche Leistungen mit Rechtsanspruch bestimmt die Richtung.  Das Erstarken der Tafeln in Deutschland, der kostenlosen Versorgung mit Lebensmitteln, die nicht mehr im Handel verkäuflich waren oder das Anwachsen der Suppenküchen für Arme sind Zeichen dafür, dass diese Reform auch zahlreiche Opfer zu verzeichnen hat.