Donnerstag, 17. September 2026

PISA 2026 zeigt es: Politik spaltet Bildung

Die aktuelle PISA Studie zeigt auf: Das erneut schlechtere Abschneiden Deutschlands ist nicht auf Migration zurückzuführen. Entscheidend ist vielmehr, dass die soziale Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht – mit direkten Folgen für Bildungschancen.

Seit Jahren fordern Fachverbände eine grundlegende Neuausrichtung der Bildungspolitik. Wie dringend diese notwendig ist, zeigt der erneute „PISA Schock“.

„Seit Jahren wird diskutiert – letztendlich werden in Deutschland jedoch weiterhin vor allem Eliten gefördert. Diese Wahrheit muss ausgesprochen werden. Die Politik muss sich ehrlich machen und endlich Taten folgen lassen, statt tatenlose Worte zu verkünden“, so der Vorsitzende der Saarländischen Armutskonferenz (SAK), Michael Leinenbach.

Wenn Eliten gefördert werden, sollen diese dies auch zahlen. Staatliche Mittel müssen grundsätzlich für alle Menschen eingesetzt werden – nicht für privilegierte Gruppen.

Der nächste PISA Test wird zeigen, ob die Politik endlich handelt oder erneut Nebel streut und die strukturellen Probleme unangetastet lässt. Fest steht: PISA kann nicht wegdiskutiert werden.

 


Wohnungslosigkeit im Saarland bleibt ein großes Problem.

 aktueller bericht (11.09.2026)


Wohnungslosigkeit im Saarland bleibt ein großes Problem.

Bericht über Aktion in Saarbrücken zum bundesweiten „Tag der wohnungslosen Menschen“ am 11.09. ab 14.09 min. inkl. Interview-Beitrag vom Vorsitzenden der SAK, Michael Leinenbach.

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=173838 

Der schnelle Weg von Krankheit in die Armut – und der tägliche Kampf um gesellschaftliche Teilhabe

Unter dem Titel „SAK trifft Alex“ luden die Saarländische
Armutskonferenz (SAK), die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Peter Imandt Gesellschaft e.V. sowie der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) Landesverband Saar zu einem Gesprächsabend ins Johannes-Foyer nach Saarbrücken ein. 

Im Mittelpunkt stand das Interview von Michael Leinenbach, Vorsitzender der SAK, mit der 53-jährigen Armutsaktivistin und Pazifistin Alex Embs. Die Veranstaltung verdeutlichte eindringlich, wie schnell eine gesundheitliche Krise in die Armutsfalle führt und vor welchen bürokratischen und sozialen Hürden Betroffene bei der alltäglichen Teilhabe stehen.

Vom Jobverlust direkt in den Teufelskreis der Armut.

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Donnerstag, 3. September 2026

Haltung des VPSA zu Demokratie, Menschenrechten und Menschenfeindlichkeit

Präambel 

Die Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e. V. (VPSA) versteht Soziale Arbeit als eine menschenrechtsorientierte Profession. 

Die Würde jedes Menschen, die Anerkennung der Verschiedenheit von Menschen, soziale Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Teilhabe und die Überwindung von Diskriminierung sind keine nachgeordneten Zusatzaufgaben Sozialer Arbeit. Sie gehören zum ethischen Fundament der Profession. 

Die internationale Definition Sozialer Arbeit stellt Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, kollektive Verantwortung und die Achtung von Vielfalt ausdrücklich in den Mittelpunkt der Profession. Daraus ergibt sich für die Soziale Arbeit die Verpflichtung, die Würde und Rechte aller Menschen zu achten, soziale Benachteiligungen kritisch zu reflektieren und sich gegen diskriminierende und ausgrenzende Strukturen einzusetzen. 

Der VPSA ist parteipolitisch unabhängig und handelt nach seinen ethischen Prinzipien. Er setzt sich gegen ethische Gleichgültigkeit gegenüber Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung oder Angriffen auf demokratische Grundprinzipien ein. 

Die Soziale Arbeit darf dort nicht schweigen, wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität, ihrer sozialen Lage, einer Behinderung, ihres Alters, ihrer politischen Überzeugung oder anderer Merkmale abgewertet, ausgeschlossen oder entrechtet werden.


1. Der VPSA bekennt sich zur Demokratie und zu den Menschenrechten 

Der VPSA steht für eine demokratische Gesellschaft, in der die gleichen Rechte und die gleiche Würde aller Menschen gelten. Demokratie erschöpft sich dabei nicht in Wahlen. 

Demokratie bedeutet auch soziale Teilhabe, Zugang zu Bildung, Wohnen, Gesundheit, sozialer Sicherung und gesellschaftlicher Mitbestimmung. 

Eine Gesellschaft, in der Menschen aufgrund ihrer sozialen Lage oder anderer Zuschreibungen dauerhaft von Teilhabe ausgeschlossen werden, widerspricht dem menschenrechtlichen und professionsethischen Auftrag Sozialer Arbeit. 

Soziale Arbeit trägt dazu bei, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, Selbstbestimmung zu stärken und Menschen in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen. 1


2. Der VPSA wendet sich gegen Menschenfeindlichkeit und die Verletzung von Menschenrechten 

Der VPSA wendet sich entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit sowie gegen die Verletzung von Menschenrechten. 

Unter Menschenfeindlichkeit sind insbesondere Formen der Abwertung, Ausgrenzung, Diskriminierung oder Entrechtung von Menschen zu verstehen, die an zugeschriebene oder tatsächliche Merkmale, Zugehörigkeiten oder Lebenslagen anknüpfen. 

Dazu gehören insbesondere, jedoch nicht abschließend: 

• Abwertungen aufgrund der Herkunft oder zugeschriebenen Herkunft, 

• Diskriminierungen aufgrund von Hautfarbe oder Sprache, 

• Antisemitismus und andere Formen religiös oder weltanschaulich begründeter Menschenfeindlichkeit, 

• Sexismus, 

• Queerfeindlichkeit, 

• Ableismus, 

• Klassismus und die Abwertung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Lage oder Armutserfahrung, 

• Diskriminierung aufgrund des Alters, 

• die Abwertung oder Ausgrenzung aufgrund politischer Überzeugungen, 

• völkischer Nationalismus und andere Formen eines Menschenbildes, das die Gleichwertigkeit aller Menschen infrage stellt, 

• sowie weitere Formen der Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.

Die Begriffe und wissenschaftlichen Konzepte, mit denen solche Phänomene beschrieben werden, sind historisch und gesellschaftlich geprägt und unterliegen wissenschaftlichen Diskussionen und Veränderungen. Der VPSA versteht die vorstehende Aufzählung deshalb ausdrücklich nicht als abschließende oder unveränderliche Definition. 

Dies gilt auch für Begriffe wie „Rassismus “ . Der VPSA ist sich bewusst, dass dieser Begriff historisch an Vorstellungen menschlicher „Rassen“ anknüpft und dass die Vorstellung biologisch voneinander unterscheidbarer menschlicher Rassen wissenschaftlich nicht haltbar ist. Wo es fachlich sinnvoll und möglich ist, verwendet der VPSA daher präzisere Begriffe, etwa „rassifizierende Zuschreibungen“, „rassistische Diskriminierung“ oder „Diskriminierung aufgrund zugeschriebener Herkunft oder Hautfarbe“. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Begriffe in unterschiedlichen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontexten nicht vollständig deckungsgleich verwendet werden. 

Auch die Bezeichnung „Behindertenfeindlichkeit“ greift aus Sicht des VPSA zu kurz. Der Begriff „Ableismus“ verweist umfassender auf individuelle, institutionelle und gesellschaftliche Formen der Abwertung, Benachteiligung und Ausschließung von Menschen mit Behinderungen. 

Auch Verschwörungserzählungen sind kritisch zu betrachten, insbesondere dort, wo sie zur Herabwürdigung, Ausgrenzung oder Verfolgung von Menschen oder Gruppen beitragen. 

Eine menschenrechtsorientierte Profession betrachtet dabei nicht allein politische Bezeichnungen oder Selbstzuschreibungen. Entscheidend sind die konkreten Inhalte, Menschenbilder und Handlungsweisen sowie deren Auswirkungen auf die Würde, die Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen. 

Der ethische Maßstab ist die Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte. 


3. Menschen mit Armutserfahrung sind keine politische Manövriermasse 

Der VPSA sieht mit Sorge, wenn soziale Unsicherheit und Zukunftsängste politisch genutzt werden, um Menschen gegeneinander auszuspielen. Insbesondere Menschen mit Armutserfahrung dürfen nicht zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme gemacht werden. 

Die Antwort auf Armut darf nicht Verwahrung, Ausgrenzung oder Repression sein. Sie muss in der Stärkung von Selbstbestimmung, sozialer Sicherheit, Bildung, Teilhabe und gesellschaftlicher Mitwirkung liegen.

Menschen mit Armutserfahrung sind dabei nicht lediglich Adressatinnen und Adressaten sozialer Hilfen. Sie sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenslagen und politische Subjekte mit eigenen Rechten und eigenen Stimmen. 

Die Soziale Arbeit hat deshalb die Aufgabe, Räume zu schaffen, in denen diese Stimmen gehört werden und Menschen ihre Interessen selbst vertreten können. 


4. Teilhabe statt Ausgrenzung und Solidarität statt Spaltung 

 Der VPSA nimmt wahr, dass gesellschaftliche Veränderungen, wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Lebenshaltungskosten, Klimaveränderungen, Kriege, Migration und Veränderungen der Arbeitswelt bei vielen Menschen Ängste und Verunsicherung auslösen. Diese Ängste und Erfahrungen dürfen nicht abgewertet werden. 

 Gleichzeitig darf die berechtigte Erfahrung von Unsicherheit nicht dazu führen, dass einzelne Menschen oder gesellschaftliche Gruppen für komplexe gesellschaftliche Probleme verantwortlich gemacht werden. 

 Eine ethisch verantwortliche Soziale Arbeit setzt deshalb auf Aufklärung statt Manipulation, Dialog statt Feindbilder, Teilhabe statt Ausgrenzung und Solidarität statt Spaltung. 

 Soziale Probleme erfordern Antworten, die soziale Sicherheit, Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, anstatt Ängste für Ausgrenzung und politische Mobilisierung gegen einzelne Gruppen zu instrumentalisieren. 


5. Soziale Arbeit darf nicht zum Instrument der Ausgrenzung werden 

Die Profession muss kritisch prüfen, wenn sozialpolitische Maßnahmen Menschen nicht befähigen und beteiligen, sondern überwiegend kontrollieren, sanktionieren oder verwalten. Der VPSA tritt dafür ein, dass Fachkräfte der Sozialen Arbeit ihre professionelle Verantwortung wahrnehmen und strukturelle Benachteiligungen benennen. 

Die internationale Professionsethik fordert ausdrücklich, diskriminierende und institutionell unterdrückende Strukturen herauszufordern sowie ungerechte, unfaire oder schädliche politische Praktiken gegenüber Politik, Arbeitgebern und Öffentlichkeit anzusprechen. 

Professionelle Soziale Arbeit darf deshalb nicht zum bloßen Erfüllungsinstrument politischer oder administrativer Vorgaben werden, wenn diese den Menschenrechten und den Grundsätzen der Professionsethik widersprechen.


6. Politische Bildung gehört zum professionellen Auftrag 

Der VPSA sieht politische Bildung als einen wichtigen Bestandteil professioneller Sozialer Arbeit. 

Fachkräfte benötigen Kenntnisse darüber,  

• wie Demokratie funktioniert, 

• wie politische Meinungsbildung stattfindet, 

• wie Desinformation und politische Manipulation erkannt werden können, 

• wie soziale Ungleichheit entsteht, 

• wie Diskriminierung funktioniert, 

• wie Rechtsextremismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit entstehen, 

• und wie Menschen ihre demokratischen Rechte wahrnehmen können. 

Politische Bildung darf dabei nicht zur parteipolitischen Indoktrination werden. Ihr Ziel muss vielmehr sein, Urteilsfähigkeit, Selbstbestimmung, Kritikfähigkeit und demokratische Teilhabe zu stärken.


7. Solidarität ist international 

Der VPSA versteht seine Haltung nicht als Abgrenzung zwischen „uns“ und „den anderen“. Menschenrechte sind universell. 

Deshalb lehnt der VPSA sowohl deutschen oder europäischen Nationalismus als auch die pauschale Abwertung anderer Staaten, Gesellschaften, Kulturen oder Bevölkerungsgruppen ab. 

Auch die Diskussion über globale Lieferketten, Arbeitsbedingungen, Umweltzerstörung und Konsum muss menschenrechtsorientiert geführt werden. 

Kritik an Geschäftsmodellen, wirtschaftlichen Strukturen, politischen Entscheidungen oder staatlichem Handeln darf nicht in pauschalisierende oder menschenfeindliche Haltungen gegenüber Menschen in oder aus Ländern übergehen, in denen Menschen beispielsweise von autoritären Regimen unterdrückt oder Menschenrechte verletzt werden. 

Der Maßstab der Kritik sind die konkreten Arbeits-, Umwelt-, Menschenrechts- und sozialen Bedingungen sowie die jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Strukturen – nicht die Herkunft oder Zugehörigkeit von Menschen. 

Die internationale Soziale Arbeit verbindet soziale Gerechtigkeit ausdrücklich mit der Verantwortung für die Umwelt und mit internationaler Solidarität. 


8. Haltung zeigen bedeutet auch Selbstreflexion 

Eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung bedeutet für den VPSA nicht, die eigene gesellschaftliche Position als moralisch unangreifbar zu verstehen. 

 Auch die Soziale Arbeit muss sich selbstkritisch fragen: 

• Wo reproduzieren wir Vorurteile? 

• Wo sprechen wir über Menschen statt mit ihnen? 

• Wo wirken klassistische Strukturen in unseren Organisationen? 

• Wo werden Menschen mit Armutserfahrung nicht ausreichend beteiligt? 

• Wo werden Fachkräfte selbst zu Ausführenden von Ausgrenzung? 

• Wo ersetzen wir fachliche Argumente durch politische Zuschreibungen? 

• Wo besteht die Gefahr, dass berechtigte Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen in pauschale Feindbilder übergeht? 

Professionelle Haltung bedeutet deshalb immer auch kritische Selbstreflexion.


9. Unser Auftrag 

 Der VPSA versteht die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Nationalismus, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung nicht als kurzfristige politische Kampagne. 

 Sie ist Teil einer dauerhaften professionsethischen Aufgabe. 

 Der VPSA wird daher insbesondere: 

 • den fachlichen und wissenschaftlichen Diskurs zu Demokratie, Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit fördern; 

 • politische Bildungsarbeit und fachliche Veranstaltungen unterstützen; 

 • die Perspektiven von Menschen mit Armutserfahrung und anderen marginalisierten Gruppen stärker einbeziehen; 

 • Kooperationen mit demokratischen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren fördern; 

 • Fachkräfte der Sozialen Arbeit zur Reflexion über demokratiefeindliche und menschenfeindliche Entwicklungen befähigen; 

 • Forschung und Wissen über Rechtsextremismus, Diskriminierung, Klassismus und soziale Ungleichheit fördern; 

 • dort öffentlich Stellung beziehen, wo grundlegende menschenrechtliche und demokratische Prinzipien gefährdet oder verletzt werden. 


Schluss 

Der VPSA ist parteipolitisch neutral. Sein Handeln orientiert sich an einem klaren professionsethischen und menschenrechtlichen Maßstab. 

Dieser Maßstab ist nicht die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei, einem politischen Lager, einer Nation, einer Religion oder einer gesellschaftlichen Gruppe.

Entscheidend ist, ob die Würde und die Rechte von Menschen geachtet werden. 

Wo die Würde des Menschen verletzt wird, liegt die ethische Grenze. 

Das gilt unabhängig davon, von wem eine Menschenrechtsverletzung ausgeht und unabhängig davon, welcher politischen, gesellschaftlichen, religiösen oder nationalen Gruppe die handelnden Personen zugeordnet werden. 

Soziale Arbeit kann und darf angesichts von Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und der Einschränkung demokratischer Teilhabe nicht schweigen. 

Unsere Profession steht für eine Gesellschaft, in der niemand aufgrund von Herkunft, sozialem Status, Geschlecht, sexueller oder geschlechtlicher Identität, Behinderung, Religion, Alter oder politischer Zuschreibung weniger wert ist als ein anderer Mensch. Wir setzen auf Menschenrechte statt Menschenfeindlichkeit, auf Teilhabe statt Ausgrenzung, auf Solidarität statt Spaltung, auf Demokratie statt Autoritarismus und auf professionelle Reflexion statt politischer Vereinfachung. 


Der VPSA zeigt Haltung. 

Für Menschenwürde. 

Für soziale Gerechtigkeit. 

Für Teilhabe. 

Für Demokratie


Autor: Thomas Greune – Vorsitzender 

Sonntag, 23. August 2026

Nicht „für oder über“ sondern „mit“!!

Selbstorganisation, Teilhabe und Inklusion - lange Tradition in der SAK 


Teilhabe und Inklusion ist schon seit der Gründung der Saarländischen Armutskonferenz (SAK) e.V. ein fester Bestandteil Ihrer DNA. Das aktuelle Projekt der SAK zur Selbstorganisation und Teilhabe für Menschen mit Armutserfahrungen ist „SAK nah dran“. https://sak-ev.de/sak-aktiv/sak-nah-dran/

Darüber hinaus nutzt die SAK weitere Formate, um Teilhabe und Inklusion zu ermöglichen und Gespräche zu führen.

Unter dem Titel „ SAK trifft Alex“ interviewt Michael Leinenbach, Vorsitzender der SAK die Armutsaktivistin und Pazifistin Alex Embs.

Alex Embs hat langjährige Armutserfahrung und wird im Interview über ihr Leben, ihre Erfahrungen mit der Gesellschaft, dem Gesundheitssystem, sozialen Trägern und Behörden sprechen.

Alex ist engagiert in der AG Treffen der Menschen mit Armutserfahrung der Nationalen Armutskonferenz.
Weitere Informationen zu Alex Embs: https://www.instagram.com/p/DW0q1_kFiMi/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==


Wann:     15.09.2026
Ort:           Saarländische Armutskonferenz e.V.
                   – Johannes-Foyer –
                  Ursulinenstraße 67
                   66111 Saarbrücken

Beginn:     17.30 Uhr

Come together ab 17.30. Im Anschluss der Veranstaltung laden wir zu einem kleinen Umtrunk ein!


Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten. Interessierte können sich über Eveeno registrieren (https://eveeno.com/110924307).


Die SAK lädt gemeinsam mit der Rosa Luxemburg Stiftung und der Peter Imandt Gesellschaft e.V. und dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) e.V. Landesverband Saar, zum SAK Talk ein.

Florian Spaniol zu Besuch bei „SAK nah dran – Saarbrücken“

Auf Einladung von „SAK nah dran – Saarbrücken“ tauschte sich Florian Spaniol, Landesvorsitzender der Linken im Saarland, mit der Gruppe aus. Irene Portugall, die Leiterin der Initiative, begrüßte ihn herzlich und stellte die Arbeit sowie die Entwicklung der Gruppe seit Februar 2026 vor. Neben den kulturellen Aktivitäten im Rahmen der Teilhabe liegt ein besonderer Fokus auf der politischen Teilhabe: Die Gruppe möchte sich mit Vertretern demokratischer Parteien austauschen, um deren Ideen, Vorstellungen und konkreten politischen Positionen zum Thema Armut kennenzulernen. Mit der Einladung von Florian Spaniol wurde dieses Vorhaben nun in die Tat umgesetzt und das Projekt gestartet.


Spaniol bedankte sich für die Einladung und präsentierte politischen Ziele der Linken im Saarland, wobei er besonders die langjährige Unterstützung der Saarländischen Armutskonferenz als Fördermitglied hervorhob. Seine politischen Erfahrungen sammelte er unter anderem im Hochschulrat der Universität des Saarlandes, im Studentenparlament sowie im Stadtrat von Homburg. Sein Engagement sieht er vor allem dort, wo Menschen in ihren Rechten beschnitten oder diese nicht gewährt werden.

Im Zusammenhang mit dem Thema Armut kritisierte er, dass der Saarländische Landtag sich die Diäten erhöht habe, während gleichzeitig Reallöhne und Transferleistungen gesunken seien.


Gesundheitsversorgung: Zweiklassensystem und Reformbedarf

Eine Frage aus der Gruppe bezog sich auf die medizinische Grundversorgung im Saarland. Spaniol verwies darauf, dass die aktuelle Bundespolitik Zuzahlungen erhöht und psychotherapeutische Leistungen einschränkt. Diese Maßnahmen seien keine Reformen, sondern Kürzungen, die eine Zweiklassengesellschaft in der Gesundheitsversorgung verstärken. Während die private Krankenversicherung verschont bleibe, würden einkommensschwache und ältere Menschen belastet. Die Linke fordert daher die Abschaffung des Zweiklassensystems in der Gesundheit sowie die Einrichtung regionaler Gesundheitszentren und einer mobilen Gesundheitsversorgung im Saarland. Im ersten Schritt sollte die telefonische Krankschreibung wieder möglich sein.

Hitzeschutz und Wohnungsbau: Rechte durchsetzen, Wohnraum schaffen

Auf die Frage nach Hitzeschutz in Wohnungen verwies Spaniol auf bestehende Regelungen wie Mietminderungen bei Hitze, deren Umsetzung jedoch oft scheitere. Ein zentrales Problem sei, dass Mieter: innen, die ihre Rechte einfordern, Kündigungen riskieren.
Die Linke setze sich für den Ausbau von sozialem und bezahlbarem Wohnungsbau ein. Öffentliche Wohnungsunternehmen sollten in Genossenschaften umgewandelt werden, und bis ausreichend Wohnraum verfügbar ist, fordert sie einen Mietendeckel sowie die Abschaffung von Schrottimmobilien. Wohnen ist ein Menschenrecht.

Wohnraum müsse den Bedürfnissen der Menschen entsprechen – nicht denen von Investoren. Daher fordert die Linke eine dauerhafte Bindung staatlich geförderter Wohnungen, Mieten, die dem Mietspiegel entsprechen, sowie ein Verbot von Mietsteigerungen und automatischen Mieterhöhungen. Das Recht auf ausreichend Wohnraum für alle müsse garantiert werden.

Arbeitsmarkt: Sanktionen abschaffen, Perspektiven ermöglichen

Der Arbeitsmarkt sei für Menschen in Transferleistungen besonders schwierig: Mindestlöhne werden auf die Transferleistungen angerechnet, und bei drei verpassten Terminen werden die Leistungen gestrichen. Bürokratie und Hürden nehmen zu, was Wohnungslosigkeit begünstige.
Die Linke fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen, um Menschen Perspektiven zu ermöglichen. Sie plädiert für einen Paradigmenwechsel: Weg von Sanktionen, hin zu Chancen und Teilhabe. Zudem müsse der zweite Arbeitsmarkt wieder gestärkt werden. Verhindert werden muss, dass Menschen durch staatliche Institutionen in prekäre Jobs gedrängt werden. Aus der Gruppe kam der Vorschlag, Projekte zu schaffen, in denen Menschen verschiedene Arbeitsfelder testen können.

Nachbarschaftskantinen: Teilhabe statt Fürsorge

Auf die abschließende Frage, welche konkreten Projekte die Linke gegen Armut vorschlage, betonte Spaniol, dass seine Partei echte Teilhabe in allen Lebensbereichen anstrebe – nicht nur eine Reduzierung auf Fürsorge. Ein zentrales Projekt sei die Einrichtung von Nachbarschaftskantinen in saarländischen Kommunen. Diese sollten Begegnung und Austausch ermöglichen, günstige Verpflegung anbieten und so Kommunikation und gesellschaftliche Entwicklung fördern.



Autor und Fotos: Michael Leinenbach 

Sonntag, 9. August 2026

Menschenrechtsorientierte anstelle technokratische Teilhabe ermöglich

Der VPSA e.V. fordert den Bund und die Länder auf konsequent die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) durchzuführen. Gleichsam müssen Umweltfaktoren wie der Klimawandel (z.B. Hitzewellen) als strukturelle Barrieren (analog der BRK) deutlich stärker in den Blick genommen werden.

Ein weiteres Thema mit dem sich die Mitgliederversammlung befasste betraf das Thema Teilhabe und Inklusion. Der VPSA e.V. fordert eine konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Dabei steht die Teilhabeperspektive im Mittelpunkt, die eine präzise und menschenrechtsorientierte Begriffsbestimmung von Behinderung erfordert.

Der VPSA e.V. fordert, Umweltfaktoren wie den Klimawandel (z.B. Hitzewellen) zu den strukturellen Barrieren (analog der BRK) deutlich stärker in den Blick zu nehmen und diese sys
tematisch abzubauen. Die Umsetzung der UN-BRK muss als Instrument zur Verwirklichung gleichberechtigter Teilhabe verstanden werden. Die Sozialgesetzbücher allgemein und die UN BRK sind deshalb primär aus einer umweltbezogenen Perspektive zu lesen.

Nicht individuelle Merkmale definieren eine besondere Personengruppe, sondern gesellschaftliche Bedingungen erzeugen Behinderung durch Ausgrenzung und mangelnde Zugänglichkeit.

Finanzielle Mittel sind daher vorrangig für den Abbau struktureller Barrieren und die Schaffung inklusiver Rahmenbedingungen einzusetzen. Individuelle Unterstützungsleistungen können im Einzelfall weiterhin erforderlich sein.

Der VPSA e.V. fordert einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Hilfe für Menschen mit Behinderungen im Kontext der UN BRK: weg von einer reinen fürsorgeorientierten Unterstützung einzelner Menschen, hin zu einer konsequenten Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft, die Teilhabe für alle ermöglicht. Hierzu sind alle Sozialgesetzbücher zu überarbeiten.

Saarlouiser Erklärung der VPSA, 11.07.2026

Ethische Prinzipien als Leitbild und Handlungsrahmen

Der VPSA e.V. fordert die Länder auf, ethische Prinzipien verbindlich in der Lehre der Sozialen Arbeit zu verankern. Bezugswissenschaften, beispielsweise die Betriebswirtschaftslehre, sind im Rahmen des Code of Ethics sowie der ethischen Grundprinzipien der Sozialen Arbeit zu vermitteln. Dadurch wird sichergestellt, dass sich Lehre und professionelles Handeln an den ethischen Grundlagen der Sozialen Arbeit orientieren und nicht von einer einseitig technokratischen Perspektive geprägt werden.

Die Soziale Arbeit verfügt mit ethischen Prinzipien und dem Code of ethics in der Sozialen Arbeit über eigene Instrumente des Handelns in der Sozialen Arbeit. Ethische Prinzipien bilden hierbei den Rahmen und dienen als Orientierungsrahmen für konkrete Hilfeplanung sowie Selbstreflexion innerhalb der Profession. Sie basieren auf den Prinzipien der Achtung der Menschenrechte und Menschenwürde, sowie der Soziale Gerechtigkeit. Sie achten internationale Übereinkommen und die Internationalen Menschenrechtserklärungen. Übereinkommen bilden allgemeine Zielsetzungen und anerkannte Rechte, die von der Weltgemeinschaft akzeptiert werden. Sie orientieren sich am code of ethics sowie der internationalen Definition Sozialer Arbeit des IFSW. Sie achten u.a. die obersten Prinzipien der Sozialen Arbeit nach Kaminsky: die Autonomie, das Wohlwollen, das Nichtschaden, die Solidarität, die Gerechtigkeit und die Effektivität. Der VPSA e.V. fordert Ethische Prinzipien in der Lehre zu verankern und Betriebswirtschaft auf ein Minimum zu reduzieren, um eine Orientierung der Sozialen Arbeit an ihrer Ethik und nicht an einer übermäßigen Technokratie zu garantieren.

Hilfeplanung

In der Hilfeplanung dienen sie als Instrument gemeinsam mit dem zu unterstützenden Menschen festzulegen
, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Maßnahmen dafür nötig sind. Sie dienen dabei dazu den Hilfeprozess zeit- und zielgerichtet auszurichten, die Wirksamkeit der Hilfe überprüfbar zu machen sowie die Selbstbestimmung und Teilhabe des Betroffenen zu stärken.

Selbstreflexion

Selbstreflexion ist die Fähigkeit, den "Blick nach innen" zu richten und das eigene Ich zu betrachten. Sie verfolgt das Ziel Probleme zu erkennen, Potenziale zu nutzen, Handlungsweisen zu verbessern sowie persönliches Wachstum zu erreichen. Emotionale Intelligenz und Resilienz wird gefördert um Verhaltensmuster zu erkennen.


Saarlouiser Erklärung der VPSA, 11.07.2026

 

Bekenntnis zu Europa

Der VPSA e.V. fordert den Bund und die Länder auf, sich für ein Europa der Vielfalt mit der Orientierung an den Menschenrechten ohne eine übermäßige Technokratie einzusetzen. 


Der VPSA e.V. sieht in geeinten und auf demokratisch aufgebauten Strukturen, in denen die Menschenrechte an oberster Stelle und technokratische Strukturen keinen Platz haben, die Zukunft des Europas der Vielfalt. Die Institutionen des Europas der Vielfalt müssen im Rahmen demokratischer Prozesse gestärkt und in regionalen Strukturen abgebildet werden. Gerade in den Grenzregionen kann das gelebte Europa praktisch erfahren werden. Nationalismus hat in einem Europa der Vielfalt keinen Platz.

Saarlouiser Erklärung der VPSA, 11.07.2026

Freitag, 7. August 2026

Treffen der Landesarmutskonferenzen (LAKs) im Südwesten

SAK auf dem Weg nach Mannheim 
Die Landesarmutskonferenzen (LAKs) im Südwesten trafen sich auf Einladung der LAK Baden-Württemberg in Mannheim, um sich auszutauschen und eine gesellschaftliche Bestandsaufnahme vorzunehmen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Idee, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und dabei eine Überforderung zu vermeiden. 

Die Teilnehmenden aus Baden-Württemberg und dem Saarland waren sich einig: Aktuelle Strukturpapiere und Gesetzesnovellierungen der Bundesregierung werden in der Gesellschaft als Problem wahrgenommen und erzeugen Zukunftsängste. Hinzu kommt, dass Pressemitteilungen der Boulevardpresse eine Meinungsbildung fördern, die Repression und Klassismus gegenüber Menschen mit Armutserfahrung verstärkt.

Gleichzeitig inszenieren rechte Parteien und Gruppierungen Politik als eine Art Bestrafung der Regierung. Besonders Errungenschaften, die in und nach den 1968er-Jahren erkämpft wurden, geraten dabei ins Visier. Eine Anti-68er-Bewegung strebt an,dass unter dem Diktat des Autoritären eine neoliberale Politik durchgesetzt werden sollund nutzt gezielt emotionale Steuerung, um ihre Ziele durchzusetzen. Diese Bewegung bedient sich der Menschen, die Wut empfinden und sich an vermeintlichen Eliten oder Andersdenkenden rächen wollen. Im Fokus steht dabei die Rücknahme von Rechten, etwa für die queere Community, die Frauenbewegung oder Menschen in Armut. Statt Teilhabe soll hier das Ziel Verwahrung“ gelten.

Arbeitsphase der Teilnehmenden in Mannheim

Angesichts dieser Entwicklungen waren sich die Anwesenden einig: Es muss gehandelt werden – nicht nur debattiert.


Sachthemen sollen im Rahmen der Lobbyarbeit vorangetrieben und die Debatte über das bereits Erreichte hervorgehoben werden. Die LAKs sehen sich daher in der Pflicht, eigene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zu leisten, etwa durch Grundsatzpapiere wie das der Saarländischen Armutskonferenz (SAK).



Ein konkretes Beispiel für die Arbeit der LAK Baden-Württemberg ist die Gründung eines Menschenrechtsbüros in Stuttgart (2020/2021), das später nach Offenburg verlegt wurde. In Zusammenarbeit mit einem französischen Partner entstand zudem ein gemeinsames Menschenrechtsbüro in Frankreich, sodass nun beidseits des Rheins eine Anlaufstelle existiert. Diese Aktivitäten führten zu einer engeren Zusammenarbeit im Rahmen der zweisprachigen Zeitschrift Colibri, die seit zwei Jahren als Netzwerk zwischen Deutschland und Frankreich agiert. In diesem Zusammenhang wurde die Frage aufgeworfen, ob die SAK als weitere deutsche Partnerin einsteigen und eine eigene Saarland-Seite in der Zeitschrift gestalten könnte. Als erster Schritt sind zwei Artikel aus dem Saarland geplant: einer zum Teilhabeprojekt SAK nah Dran und ein weiterer zur Struktur und Haltung der SAK. Zudem wurde die Idee diskutiert, in einer der nächsten Ausgaben das Thema Rechtsextremismus aufzugreifen, was die LAK Baden-Württemberg in der Redaktion einbringen wird.

Ein weiteres Anliegen ist die Stärkung der Erwerbsloseninitiativen aus der Tradition heraus. Zudem sollen kleine Gruppen in den jeweiligen Bundesländern gebündelt und gefördert werden. Die LAK Baden-Württemberg informierte darüber hinaus über den Vagabundenkongress, der im Mai 1929 in Stuttgart stattfand – ein Thema, das im Jahr 2029 wieder aufgegriffen werden soll.

Abschließend betonten die Teilnehmenden, dass für die Umsetzung von Teilhabegrundlegend Anerkennung, Gehör, Gemeinschaft und gemeinsames Bewirken in der Gesellschaft notwendig sind. Solidarität ist wichtiger denn je.

In stiller Erinnerung gedachten sie Hans Sander, dem langjährigen Sprecher der LAK Rheinland-Pfalz, der 2026 plötzlich verstorben ist.

 

Wer sind die Landesarmutskonferenzen?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der Landesarmutskonferenzen (LAKs) in Deutschland ist ein Zusammenschluss der Armutskonferenzen auf Landesebene. Sie befasst sich mit aktuellen Armutsthemen wie Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit und ermöglicht den notwendigen föderalen Informationsaustausch, um sich gegenseitig zu unterstützen. Mit ihrer Arbeit leisten die LAKs einen Beitrag zur Überwindung von Armut. Ein zentrales Ziel ist es, in Veranstaltungen und Aktionen die direkte und gleichberechtigte Beteiligung der von Armut betroffenen Menschen zu ermöglichen.

Die Geschäftsstelle der BAG der LAKs wurde 2010 von einem Vertreter der Saarländischen Armutskonferenz (SAK)eingerichtet. Seit 2023 liegt die Zuständigkeit bei der LAK Baden-Württemberg.

Freitag, 3. Juli 2026

Interview: Michael Leinenbach von der SL Armutskonferenz zu Hitzewellen

SR: Die nächste Hitzewelle kommt. Gerade Menschen mit wenig Geld leiden besonders, meint die Saarländische Armutskonferenz. Wir haben mit dem Vorsitzenden Michael Leinenbach gesprochen.



SAK-Talk mit klarer Botschaft: „Strukturelle Kindesgefährdung beenden – Vom Kind aus denken, nicht von der Struktur!“

Ende Juni 2026 widmete sich die Saarländische Armutskonferenz (SAK)im Rahmen ihres jüngsten SAK-Talks dem Thema „Kinderarmut und Schule“. Die Veranstaltung fand im Johannes Foyer in Saarbrücken statt und wurde von SAK-Vorsitzendem Michael Leinenbach moderiert. Auf dem Podium begrüßte er Christine Steimer (SAK-Vorständin), Annette Helfen (Konrektorin), Eva Schmitt-Vollmer (DBSH Landesverband Saar, vormals Schulsozialarbeit) sowie Denise Sier (Förderlehrerin). 


https://sak-ev.de/presse-aktuelles/presse-aktuelles-2026/presse-aktuelles-sak-2026/sak-talk-mit-klarer-botschaft-strukturelle-kindesgefaehrdung-beenden-vom-kind-aus-denken-nicht-von-der-



Sonntag, 21. Juni 2026

Politische Forderungen im Sozialen

Michael Leinenbach,

deutscher Diplom-Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Sozialplaner und Publizist. Langjährige Erfahrungen durch die  Arbeit in der Kommunalverwaltung der Kreisstadt Saarlouis sowie durch das jahrzehntelange, weitreichende soziale, gewerkschaftliche und berufspolitische Engagement u.a. als ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH).

Als bekannter Vertreter der Sozialen Arbeit in Deutschland wird ethisch eine klare Trennung zwischen Sozialer Arbeit und ordnungspolitischen Maßnahmen (z.B. Abschiebungen) betont.

Eine zentrale Forderung ist die professionsethische Haltung, die auf Menschenwürde, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit basiert, und unterstreicht die Notwendigkeit von Respekt und Schweigepflicht

Meine Haltung

Michael Leinenbach

Diplom-Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Sozialplaner und Publizist. Ich verfüge über langjährige Erfahrungen aus der Tätigkeit in der Kommunalverwaltung der Kreisstadt Saarlouis sowie über berufliches, gewerkschaftliches und berufspolitisches Engagement, unter anderem als ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH).

Im Rahmen meiner beruflichen und verbandlichen Tätigkeiten wird die Soziale Arbeit als eigenständige Profession mit einer ethisch begründeten Orientierung beschrieben, die eine Trennung zwischen sozialarbeiterischem Handeln und ordnungspolitischen Maßnahmen (z. B. Abschiebungen im Verwaltungskontext) thematisiert. Dabei werden berufsethische Prinzipien wie Menschenwürde, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, Respekt sowie Schweigepflicht hervorgehoben.

Quo Vadis Staatliche Anerkennung? - Beitrag in "Unser Jugend" 6/2026

"Quo Vadis Staatliche Anerkennung?" lautet der Beitrag, der sich mit der Staatlichen Anerkennung befasst, 




 

Dienstag, 16. Juni 2026

Verbände würdigen Gaby Böhme

Verbände würdigen Gaby Böhme 



Anlässlich ihres 70. Geburtstags würdigten verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Gaby Böhme für ihr langjähriges Engagement in der sozial‑, gewerkschafts‑ und berufspolitischen Interessenvertretung.


Dr. Claudia Wiotte-Franz, Christoph Jacob und Michael Leinenbach übernahmen als Vertretungen für die NGO’s u.a. für die „Saarländische Armutskonferenz e.V.“ (SAK), die „Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e.V.“ (VPSA), den „Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.“ (DBSH) Landesverband Saarland und „KULT Saarlouis e.V.“ die Würdigung und Gratulation der Jubilarin.


Ihr sozial-, gewerkschaftliches- und berufspolitisches Engagement im Sozialen und der Erziehung, begleitet Gaby Böhme schon seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn. Nach der Ausbildung als Erzieherin arbeitete sie im Berufsfeld und übernahm viele Jahrzehnte, bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Dienst, die Leitung einer großen Kindertagesstätte in Saarlouis. In ihrem Verständnis spielt die Interessenvertretung der Kinder eine zentrale Haltung. So war sie maßgeblich in den letzten Dienstjahren in den Planungen des Neubaus der Kita involviert und brachte die Interessen der Kinder mit ein, um eine optimale Erziehung zu ermöglichen. 

Sonntag, 1. März 2026

"Projektpartnerschaft Gemeinsam für Eine Welt e.V.“ mit neuem Team

Die „Projektpartnerschaft Gemeinsam für Eine Welt e.V.“ hat ein neues Team in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Karin Schmitt (Finanzvorständin / Projektfinanzierung), Tatyana Morozova (2. Vorsitzende) Geschäftsführung “La Tienda“ und Michael Leinenbach (Vorsitzender) bilden das neue Team. Das Team wird von den Beisitzerinnen Annemie Klein und Regina Zapp-Philippi unterstützt. Als Revisorinnen wurde Martina Wallmroth und Dora Rocha Schäfer gewählt.



Die „Projektpartnerschaft Gemeinsam für Eine Welt e.V.“ verfolgt ihre Ziele durch Spenden und unentgeltlichen Dienstleistungen -  u.a.. durch Projektpartnerschaften zwischen solchen Selbsthilfeprojekten in der Welt und der Bundesrepublik zu gründen und zu fördern. In diesen Projekten sollen Jugendliche und Auszubildende beschäftigt werden. 

Die Jugendlichen und Auszubildenden in den bundesdeutschen Selbsthilfeprojekten sollen motiviert werden, den Jugendlichen und Auszubildenden in den Selbsthilfeprojekten der Welt Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, einen Erfahrungsaustausch zwischen diesen Jugendlichen und Auszubildenden zu organisieren. Solche Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass der Kulturaustausch und die Völkerverständigung unter Jugendlichen der Förderländer und der Industrieländer, in konkreter und verpflichtender Weise, gefördert werden.

Die Mitgliederversammlung der Projektpartnerschaft „Gemeinsam für Eine Welt e.V.“ beschloss folgende Projekte im Rahmen des Spendenaufkommens in 2025 zu bezuschussen:

- El Salvador (San Salvador) Schulprojekt in der Gemeinde „venti dos“

- Indien (Tumkur) Eindämmung der Kinderarbeit

- Indien (Diözese Gorakhpur) Waisenkinder

- Indien (Kunnoth) Näherei der Nazareth Schestern

- Vietnam (Mekong-Delta) Unterstützung von Waisenkindern und aidskranken Kindern

- Peru (Pisco) Erdbebengebiet

- Panama (Las Quebradas) Reisschälmaschine und Nähwerkstatt

- Kenia (Riruma Helping Center) Waisenhaus


Der Verein wurde als „Projektpartnerschaft 3. Welt e.V.“ am 12.02.1985 im Amtsgericht Saarlouis eingetragen. Im Jahr 2025 konnte er sein 40-jähriges Bestehen begehen.  Der Ursprung geht zurück auf die Idee der Weltlagen Bewegung. Mit dem Weltladen „La Tienda“, der 2005 ein eigener Verein wurde, arbeitet die Projektpartnerschaft „Gemeinsam für Eine Welt e.V.“  eng zusammen.  Der Weltladen „La Tienda“ ist seit 15 Jahren in der Steuerung der Fairen Stadt Saarlouis eingebunden. Weitere Informationen auch online unter https://fairestadt.saarlouis.de/. 

Das neue Team dankte den bisherigen Vorsitzenden Günter Oswald und Silvia Kreis sowie der ausscheidenden Revisorin, Richhilde Oswald, für ihren jahrelangen Einsatz zum Erhalt und der Förderung der Projektpartnerschaften recht herzlich. 



Sonntag, 27. Juli 2025

„SAK Forum“ – Dialog mit dem Lions Club

Unter dem Motto „Dialoge führen“ fand am 30. Mai 2025 das „SAK Forum“ im Johannes Foyer Saarbrücken statt. Henning Frank, ehemaliger Richter am Verwaltungsgericht Saarlouis, Mitglied des Lions Club Saarlouis und Vorsitzender des Hilfswerks der Saarlouiser Lions, stellte die Struktur der Lions Clubs und ihrer Hilfswerke vor.

Die Lions Clubs verstehen sich als Service Clubs, die sich in sozialen und bildungsfördernden Projekten engagieren. Jedem Club ist ein Hilfswerk angegliedert, das wie ein Förderverein fungiert und Projekte im karitativen oder Bildungsbereich unterstützt. Diese Förderung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen – sei es durch finanzielle Zuwendungen oder durch den direkten Einsatz der Mitglieder vor Ort.

Da die Lions Clubs lokal organisiert sind, können sie keine individuelle Unterstützung für Einzelpersonen bieten. Institutionen und gemeinnützige Organisationen haben jedoch die Möglichkeit, sich direkt an ihren regionalen Club zu wenden.

Die „Saarländische Armutskonferenz“ (SAK) sieht den Dialog mit Politik, Förderpartnern, der Presse und weiteren Akteuren als wesentliches Mittel zur Wahrnehmung ihres Auftrags: „Lobby für arme Menschen im Saarland sein“. Entsprechend der Satzung verfügt die SAK, im Unterschied zur Wohlfahrt, über keine eigenen Projekte oder Einrichtungen der Fürsorge. Ihr Auftrag ist sich für die Umsetzung der Teilhabe einzusetzen und die Interessen der Menschen mit Armutserfahrung in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.

Michael Leinenbach, Vorsitzender der SAK, bedankte sich bei Hennig Frank für die Bereitschaft die Lions Clubs vorzustellen, sowie deren Möglichkeiten als Service Club entsprechende Projekte zu unterstützen.


Kontakte:
Lions Club Saarlouis https://saarlouis.lions.de 
Saarländischen Armutskonferenz (SAK) https://sak-ev.de

Autoren:
 Michael Leinenbach / Sven Mohr
Fotos: SAK